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Künast fordert EU-Zahlungen künftig nur für Öko-Bauern
(11.08.2010)
Geld soll nur bekommen, wer sich aktiv für Klimaschutz und Artenvielfalt einsetzt
Die ehemalige Bundesumweltministerin und jetzige Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, sagte in einem Gespräch mit Barbara Böck von der Presseabteilung der BioFach: "Meine Vision für die Zukunft: Die Europäische Union muss sich für die nächste Finanzperiode von 2013 bis 2020 für die gesamten EU-Gelder, die im Agrarbereich gezahlt werden, neue Vergabekriterien setzen, und zwar ökologische."
Altkanzler Helmut Schmidt, bekannt als trockener Realpolitiker, sagte einmal verächtlich: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." Wenn Renate Künast von "Visionen" spricht, meint sie jedoch konkrete politische Forderungen. Und da gilt: Wer nichts fordert, bekommt auch nichts.
So mag es unwahrscheinlich sein, dass eine Maximalforderung wie "Geld sollte nur bekommen, wer sich aktiv für Klimaschutz und Artenvielfalt einsetzt. Der nächste logische Schritt in der EU muss heißen: Volle Zahlung bekommt nur, wer ökologisch arbeitet." vollständig durchgesetzt werden kann. Dagegen sind erhebliche Widerstände der Agrarlobby zu erwarten.
Dennoch ist die Forderung richtig und wichtig. Das gesamte Interview können Sie nachlesen auf:



